Vereinsgeschichte

 

 

Auf Veranlassung des Hamburger Bundes für Freikörperkultur und Familiensport e.V. (HFK) trafen sich am 18.April 1964 etwa 20 Familien in der Gaststätte Halvensleben in Lüneburg. Dort beschloss man, eine „Untergruppe Lüneburg des HFK“ zu gründen. Der Grund hierfür war, dass zur damaligen Zeit längst nicht alle Familien motorisiert waren und daher der Besuch der zur Verfügung stehenden Vereinsgelände des HFK in Hummelsbüttel und  bei dem Ort Schwinge mit großen Problemen verbunden war.

 

 

Etwa 15 Familien gründeten dann die „Untergruppe Lüneburg des HFK“ und beschlossen, die genannten Vereinsgelände solange zu nutzen, bis ein geeignetes Gelände in der Nähe von Lüneburg gefunden war.

 

 

Nachdem mehrere geeignete Gelände gefunden und in Augenschein genommen worden waren, scheiterte ein Vertragsabschluss jedoch stets an der damals so gesehenen Anstößigkeit des Vereins.

 

 

Am 6.März 1966 einigte sich der damalige 2. Vorsitzende Otto Böttcher schließlich mit dem Landwirt Martin Hoins sen. aus Rieste zur Pachte eines Geländes in der Gemeinde Bienenbüttel. Nach Zustimmung zur Verpachtung des Geländes durch den Gemeinderat der Gemeinde Rieste in seiner Sitzung am 25.April 1966 wurde am 1.Mai 1966 ein Pachtvertrag für die Dauer von 10 Jahren geschlossen.

 

 

Bei Abschluss dieses Pachtvertrages handelte es sich bei dem Gelände überwiegend um Bruch- bzw. Moorgelände mit einem etwa 10 x 15 m großen Wasserloch. Dieser Tümpel wurde in Gemeinschaftsarbeit zu einem Badeteich mit kleinem Sandstrand hergerichtet.

 

Aus einer 12 m tiefen Bohrung konnte gutes Trinkwasser gepumpt werden, so dass kurz darauf wurde eine Freidusche gebaut werden konnte.

 

 

Im Laufe der Zeit kam es zwischen dem HFK und der Untergruppe Lüneburg zu Dissonanzen, die zum Entschluss führten, sich mit dem Gelände im Riester Moor selbständig zu machen. Nach gütlicher Einigung mit dem HFK wurde am 29.März 1967 in der Gasstätte „Altes Brauhaus“ in Lüneburg schließlich von 31 Teilnehmern der neue Verein der Sport- und Naturfreunde Lüneburger Heide e.V. gegründet. Der neue Verein hatte einschließlich Kinder 97 Mitglieder, die Hans Sonnenberg zu ihrem 1. Vorsitzenden wählten. Die vom 2. Vorsitzenden Kurt Ziegler ausgearbeitete Satzung sowie das Gründungsprotokoll wurden vom Amtsgericht Lüneburg unter der NR. 639 in das Vereinsregister eingetragen.

 

 

Gleichzeitig wurde der Pachtvertrag auf die Sport- und Naturfreunde Lüneburger Heide e.V. umgeschrieben.

 

 

Die Aufnahmegebühr betrug damals 20,00 DM. Der Jahresbeitrag betrug 84,00 DM. Zur Herrichtung und Instandhaltung des Geländes und der Anlagen wurde im Gründungsjahr Gemeinschaftarbeit im Umfang von beachtlichen 72 Stunden vereinbart. Für nicht geleistete Arbeitsstunden waren je 1,50 DM in die Vereinskasse zu zahlen.

 

 

Am 19. Januar 1969 wurde der Pachtvertrag auf 25 Jahre verlängert. Der 2. Vorsitzende Herr Ziegler veranlasste das Genehmigungsverfahren zur Nutzung des Geländes als sogenanntes Sondergebiet.

 

 

Ab dem 29. Juni 1970 konnte durch Vereinbarung mit Herr Hoins jun. zusätzlich die sog. Waldwiese südlich des den Teich speisenden Hauptbaches genutzt werden.

 

 

Der entsprechende Pachtvertrag wurde am 5.Mai 1971 geschlossen. Da sich der Verein über weiteren Zulaufs erfreute, wurden im Jahre 1971 auch die Wiesen nördlich des Hauptbaches gepachtet, was am 9.Dezember 1971 in einem zweiten Zusatzpachtvertrag mündete. Ende 1971 erhielt der Verein die amtliche Genehmigung zur Nutzung des Geländes für die Vereinszwecke.

 

 

Am 3.Sept. 1972 beschloss der Vorstand, das Gelände an die an der Landstraße liegende Wasserleitung anzuschließen. Bereits am 30. Sept. 1972 begann man mit der Verlegung der Wasserleitung und installierte auf dem weitläufigen Gelände mehrere Wasserentnahmestellen.

 

 

Mit dem von den Freunden Sukop und Scholz geplanten und beschlossenen Bau eines Sanitätsblocks wurde im März 1973 begonnen. Dank des Fleißes und des tollen gemeinschaftlichen Engagements der Mitglieder konnte das Sanitärgebäude noch im Jahr 1974 fertiggestellt werden.

 

 

Im Juli 1975 wurde ein Flüssiggastank aufgestellt, so dass im Dusch- und Waschraum fortan Warmwasser zur Verfügung stand. In der Nacht vom 15. auf den 16. Dezember 1975 wurde der Verein von Dieben heimgesucht, die auf dem Gelände in 25 Hütten und Wohnwagen sowie in das im Sommer fertiggestellte Sanitätsgebäude einbrachen und einen gesamten Schaden von 28.000,- DM verursachten.

 

 

Nach der Spende eines Saunaofens durch ein Vereinsmitglied, wurde am 25.Juni 1976 die ebenfalls in Eigenarbeit erstellte Sauna eingeweiht. Ebenfalls im Sommer 1976 veranstaltete die FKK-Jugend aus dem Raum Braunschweig auf unserem Gelände ein Pfingstzeltlager, bei dem mehr als 60 Kinder und Jugendliche unsere Gäste waren.

 

 

Im Jahr 1982 hatte der Verein insgesamt 260 Mitglieder, darunter 60 Kinder und Jugendliche, das Maxima an Mitgliedern.

 

 

Auf der Jahreshauptversammlung vom 27.Februar 1982 erfolgte auf Antrag des Mitglieds Döhrmann der Beschluss, dem Verein Volksbadeanstalt Lüneburg beizutreten. Ferner wurde der Vorstand beauftragt, die Mitgliedschaft im Landessportbund Niedersachsen zu beantragen, um die Gemeinnützigkeit zu erlangen. Nach Änderung der Satzung wurde die beantragte Gemeinnützigkeit vom Finanzamt Uelzen zuerkannt und der Verein wurde 1983 in den Landessportbund Niedersachen und den Kreissportbund Lüneburg aufgenommen.

 

 

Im Jahr 1984 wurden insgesamt 26 Sportabzeichen abgelegt. Damit belegte der Verein den 1. Platz beim DFK-Sportwettbewerb 1984 für die im Verhältnis zur Mitgliederzahl höchste Zahl der neu erworbenen Sportabzeichen und gewann den dafür dotierten Preis von 1.000,- DM.

 

 

Im April 1985 erkannte die Gemeinde Bienenbüttel das Vereinsgelände als zu den Vereinszwecken nutzbares Sondergebiet an. Mit den im Jahr 1985 abgelegten 34 Sportabzeichen belegte der Verein beim Sportabzeichen-Wettbewerb des Kreissportbundes Lüneburg den 2. Platz.

 

 

In der Jahreshauptversammlung des Vereins am 16.April 1988 wurde die Verlängerung des Pachtvertrages um 35 Jahre bis Ende 2023 beschlossen.

 

 

1991 wurde eine von einem Mitglied übernommene Hütte zu einer Gästehütte für zwei Personen umgebaut.

 

 

Am 6.Juni 1992 feiert der Verein sein 25-jähriges Bestehen im Gasthaus Moritz in Bienenbüttel.

 

 

Im Jahr 1992 wurde durch den Vorstand bei der Gemeinde Bienenbüttel eine Flächennutzungs- und Bebauungsplan beantragt. Daraufhin  erfolgen im selben und in darauffolgenden Jahr diverse Begehungen des Vereinsgeländes durch das Amt für Umwelt und Naturschutz, das Amt für Planung, Naturschutz und Umweltpflege sowie durch das Bauamt. Dieses vermisst und kartographiert das Gelände samt Hütten und Stellplätzen.

 

 

Bis 1996 erfolgen diverse Gespräche mit Vertretern des örtlichen Bauamtes, der Bezirksregierung und der unteren Wasserbehörde. Die Nichtauffindbarkeit von Grenzmarkierungen verhindert zunächst die Erstellung von Plänen und erfordert eine Neuvermessung des mittlerweile auf 13 Hektar gewachsenen Vereinsgeländes.

 

 

Im Jahr 1997 wurde dem Vorstand durch das Bauamt Bienenbüttel das Angebot eines Stadtplanungsbüros aus Braunschweig zur Vermessung des Geländes unterbreitet. Die dadurch dem Verein entstehenden Kosten für die Erstellung des Bebauungs- und Flächennutzungsplanes hätten rund 54.000,- DM betragen, was für den Verein zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zu stemmen war. Großzügiger weise übernahm unser Vereinsfreund Oswald Herold die Finanzierung.

 

 

Im Jahr 2000 verabschiedete der Rat der Gemeinde Bienenbüttel einstimmig den Flächennutzungsplan für unser Vereinsgelände. Weil sich auf unserem Vereinsgelände drei artenreiche Biotope befinden, wurde der Flächennutzungsplan zusätzlich der Bezirksregierung vorgelegt und 3 der 13 Hektar als Ausgleichsfläche bestimmt.

 

 

Das im Sommer des Jahres 2001 auf dem Vereinsgelände veranstaltete Pfingstjugendlager der FKK-Jugend des Landesverbandes Niedersachsen fiel leider komplett ins Wasser und musste deshalb vorzeitig beendet werden.

Dieses Jahr wird der Flächennutzugsplan für das Vereinsgelände endgültig genehmigt und der Umbau des Unterstandes zu einem vollwertigen Vereinshaus wird tatkräftig umgesetzt.

 

 

Durch die Genehmigung des Bebauungsplans für das Vereinsgelände im Jahr 2003 waren alle bisherigen und sind alle künftigen Bauwerke auf dem Gelände baurechtlich gesichert. Seither dürfen auf unserem wunderschönen Gelände Hütten in fester Bauweise mit bis zu 60 m2 Grundfläche errichtet werden.

 

 

Im Jahr 2005 ist unser Verein Gastgeber des Landesverbandstags des Niedersächsischen Verbandes für Familiensport und Freikörperkultur (NFK).

Im selben Jahr wurde das Petanque-Moorturnier etabliert. Es findet seitdem jährlich statt und ist offen für alle Interessierten.

 

 

Beim 2. Petanque-Moorturnier im Jahr 2006 nahmen bereits 32 Mannschaften aus sechs Bundesländern teil, weshalb einigen Mannschaften aus organisatorischen Gründen leider abgesagt werden musste. Sportliche Erfolge stellten sich bei intensivem Training zunehmend ein. Anlässlich eines Turniers im Rahmen der Landesgartenschau in Winsen/Luhe belegte am 20. Mai 2006 unsere Vereinskameradin Inge Saharoui mit einem Sportsfreund vom Boule-Team Rettmer den 1. Platz.

 

 

Im Frühjahr des Jahres 2007 richtete der Sturm Kyrill auf dem Vereinsgelände großen Schaden an. Vier Kiefern fielen auf unser Vereinsheim und beschädigten dessen Dach erheblich. Dieser Sturmschaden wurde von unseren Mitgliedern in Eigenarbeit alsbald wieder behoben. Bei der Beseitigung des Sturmschadens und beim Kauf einer neuen Heizung für das Sanitärgebäude wurden wir dankenswerter Weise vom Kreissportbund Lüneburg finanziell unterstützt.

 

 

Im Mai 2009 wurde von einem Vereinskameraden der im Sommerhalbjahr jeden Monat auf unserem Petanqueplatz ausgetragene Cup-SuN-Rieste initiiert und zu diesem Zweck von ihm ein Wanderpokal gestiftet.

 

 

Am 18. April 2010 waren wir erneut Gastgeber des Landesverbandstages des Niedersächsischen Verbandes für Familiensport und Freikörperkultur (NFK) und durften zu diesem Anlass den Präsidenten des Deutschen Verbandes für Freikörperkultur (DFK), Herrn Kurt Fischer, auf unserem Gelände begrüßen. Im Oktober des Jahres 2010 ging der Verein mit einer eigenen Homepage online.

 

 

Am 28. August 2011 wurde erstmalig ein vom Bürgermeister der Gemeinde Bienenbüttel gestifteter Bürgermeister-Petanque-Pokal ausgespielt, dessen Eröffnungsturnier auf unserem Vereinsgelände stattfand.

 

 

Im Jahr 2012 wurde der Kinderspielplatz um ein Trampolin bereichert.

 

 

Am 22. Juni 2013 haben wir den Verein und das Vereinsgelände bei herrlichem Wetter durch einen Tag der offenen Tür der Öffentlichkeit und Interessenten vorgestellt. Zu diesem Zweck wurde im Monat Mai die Homepage grundlegend überarbeitet, wurden Aushänge und Handzettel vereilt, Anzeigen geschaltet und Zeitungsartikel platziert.

 

 

 

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